Poesiealben 1882 – 2007

Ein Ausstellungsprojekt in Zusammenarbeit mit dem
LandFrauenVerein Berkenthin und Umgebung e.V.

Das Möllner Museum erhielt als Leihgabe für diese Kabinettausstellung über 50 Poesiealben aus dem Zeitraum 1882 bis 2011. Die meisten der hier gezeigten Alben stammen aus der Zeit zwischen 1935 bis 1965.

Sicherlich können sich viele an ihre eigene Jugendzeit und an das eigene Poesiealbum erinnern, zumindest aber an den Wunsch, „sauber und fein“ eine Eintragung für Mitschülerinnen zu machen.

Tatsächlich dürften im 20. Jahrhundert die meisten Poesiealben von Mädchen besessen und geführt worden sein. Nur selten finden sich Poesiealben, die Jungen gehört haben.

Die Eintragungen von Mitschülern, Eltern, Lehrern und Pastoren spiegeln zeittypisches sowie Gedichte und religiöses Gedankengut wider. Die Häufigkeit entsprechender Eintragungen weist darauf hin, dass diese Alben oft in der Zeit des Konfirmationsunterrichtes angelegt worden sind. Häufig findet sich als erste Eintragung ein Bibelvers eines Pastors.

Das Poesiealbum lebt als „Freundschaftsbuch“ auch im 21. Jahrhundert fort, wenngleich sich die Inhalte und die Gestaltung nun an dem Angebot von Film und Internet orientieren.