Der Freundeskreis Möllner Museum e.V. stellt einen neuen Kanalfilm im Historischen Rathaus vor.

Seit dem Jahr 2000 leistet der Museumsverein maßgebliche finanzielle und inhaltliche Unterstützung bei der Dokumentation der   Geschichte von Stecknitzfahrt und Elbe – Lübeck Kanal.

Im Möllner Museum wurde nun der dritte Abschnitt zur Geschichte der beiden Wasserstraßen den Museumsbesuchern  vorgestellt. In bewährter Zusammenarbeit mit der Firma MediaClick! aus Lübeck werden die  persönlichen Erinnerungen des „Vörsitters“ Hans Reis thematisiert. Ein Filmteam hat ihn an Bord des Möllner Binnenschiffes „Geeste“ auf einer Fahrt durch den Möllner Hafen bis nach Krummesse begleitet und viele lebendige Erinnerungen aufgezeichnet.  Der Vater von Hans Reis war bis 1969 „beim Kanal“; Hans Reis trägt viele Erinnerungen an die verschiedenen Schifftypen und die Arbeit am und auf dem Kanal vor. Einige zeitgeschichtliche Betrachtungen sind ebenfalls in diese bewusst subjektive Betrachtung eingeflossen. Für die regionale Wirtschaft war der Kanal von großer Bedeutung – viele Massengüter erreichten Mölln über diesen Wasserweg – umgekehrt erfolgte der Wiederaufbau Hamburgs auch durch den Kies- und Sandabbau der Gegend um Mölln.

Die künstliche Wasserstraße Elbe – Lübeck – Kanal mutet heute wie eine Naturlandschaft mit interessanter Fauna  und Flora an – wie wird die Zukunft dieses Wirtschaftsweges aussehen? Der Film gibt darauf keine endgültige Antwort, da Ausbaupläne derzeit wieder einmal ruhen. Dafür können Radler und Freizeitkapitäne die Fahrt auf und am Wasser genießen.

Mit diesem letzten Kapitel der „Kanalgeschichten“ hoffen Freundeskreis und Museumsleiter, dass die Darstellung der regionalen Geschichte wirkungsvoll abgerundet werden konnte und das Museum einen weiteren Schritt zum Kanalzentrum getan hat.

Der Freundeskreis Möllner Museum e.V. dankt insbesondere dem Lauenburger Elbschiffahrtsarchiv für die Überlassung wertvoller Bildquellen sowie dem Regionalen Bildungszentrum Mölln (Kapitän Knut Henners) sowie dem Team um Dr. Ernst Gerhus für die gelungene Zusammenarbeit. Der ca.  10 Minuten lange Film kann zu den Museumsöffnungszeiten  angeschaut werden.