Erwerb und Restaurierung des Gemäldes „Altes Nest“

Das Möllner Museum besitzt eine ganz Reihe von gemalten und gedruckten Stadtansichten aus dem 17. Bis 20. Jahrhundert.

Nun konnte der Bestand um eine schöne Arbeit vermehrt werden, die mit Mitteln  der Kulturstiftung des Landes Schleswig – Holstein für das Möllner Museum erworben wurde. Sie stammt aus dem Atelier des Malers Heinrich Basedo,  der 1865 in Berlin geboren wurde und 1930 in seinem Wohnort Potsdam starb.

Heinrich Basedow und die Landschaftsmaler seiner Generation bevorzugten Motive aus dem  ländlichen oder kleinstädtischen Raum, die häufig einen Eindruck von Idylle und Geborgenheit vermitteln. Der Maler Heinrich Basedow entdeckte die landschaftschlich reizvolle LageMöllns  zusammen mit seinem (aus der Lüneburger Heide stammenden) Studienfreund  Heinrich Feldmann, für den  Mölln ein schönes Motiv war. Während das Möllner Museum schon seit langem ein großformatiges Panorama der Stadt Mölln von Wilhelm Feldmann zeigt, konnte vor zwei Jahren eine ebenfalls großformatiges Mölln -  Bild des Potsdamer Malers Heinrich Basedow von einer Enkeltochter erworben werden, die in dem früheren Wohnhaus des Künstlers lebt.

Heinrich Basedow war zu seiner Zeit ein erfolgreicher  Maler, der sich in Berlin an vielen Ausstellungen beteiligte und seit 1898 Mitglied in der angesehenen Vereinigung Berliner Künstler gewesen ist. 1908 gehörte er zu den Gründern des Potsdamer Kunstvereins, der bis heute besteht.

Das neue Bild im Möllner Museum entstand vom Heidberg aus und zeigt einen Blick auf die Häuser der Schmilauer Straße, den Kirchhügel mit der Nikolaikirche und den Kranz der Altstadthäuser um den Kirchhügel herum – ein Blick, den man auch heute noch hat, wenn man an der Wassertorbrücke den Weg zum Heidberg besteigt, der heute aber von hohen Buchen gesäumt wird. Das bunte Rot des Backsteins scheint diesen Maler besonders gereizt zu haben; es gibt weitere Detailzeichnungen von Möllner Altstadthäusern, die diese Kleinstadtidylle zum Thema haben.

Nachdem das Land Schleswig – Holstein sich auch finanziell auch an der Restaurierung des Bildes beteiligte, ist der Museumsleiter Michael Packheiser froh, diesen Neuerwerb jetzt auch auf der Ratsdiele präsentieren zu können. Das Museum hat wochentags von 10.00 – 19.00 Uhr, am Wochenende von 11.00 – bis 17.00 Uhr.