Ausstellung: Michael Gartenschläger

Das Möllner Museum zeigt vom 16. August bis zum 3. Oktober 2011 die Ausstellung „Michael Gartenschläger. Leben und Sterben zwischen Deutschland und Deutschland“.

Die Ausstellung wird im Rahmen des 50. Jahrestages des  Baus der Berliner Mauer am 13. August 1962 präsentiert. Die Schweriner Beauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR, Marita Pagels – Heineking, hat diese Ausstellung in Zusammenarbeit mit der Landeszentrale für politische Bildung und dem Projekt „Demokratie auf Achse“ im ehemaligen grenznahen Raum initiiert.

Michael Gartenschläger wurde 1944 in Straußberg bei Berlin geboren. Als Jugendlicher protestierte er zusammen mit Freunden gegen die Ereignisse des 13. August 1961 – und wurde zu einer lebenslangen Haft verurteilt. Nach zehn Jahren Haft wurde Michael Gartenschläger durch die Bundesrepublik frei gekauft. 1976 baute er an der innerdeutschen Grenze zwei Selbstschußanlagen ab.  Diese Aktion erzeugte ein großes Medienecho – beim dritten Versuch einer Demontage geriet Gartenschläger in einen Hinterhalt der DDR – Grenztruppen und wurde in der Nacht vom 30. Aprilauf den 1. Mai 1976 erschossen.  

gartenschlaeger_1